Die Schlacht


In allen Quellen herrscht Einigkeit darüber daß die Schlacht äußerst blutig und gewaltsam verlief, sogar so gewaltsam, daß sie teilweise als die blutigste Schlacht im Mittelalter bezeichnet wird. Nähere, genaue Angaben zur Anzahl der Teilnehmer gibt es nicht, allerdings muß man davon ausgehen, daß diese Zahl selbst für heutige Verhältnisse unglaublich hoch gewesen sein muß, die Angaben variieren von ca. 9000-10 000 in der Literatur bis zu fast 15 000 im Volksmund. Diese Zahlen sind trotzdem berechtigt, da an der eigentlichen Schlacht 11 verschiedene Parteien teilnahmen.


(aus "Die Schlacht bei Worringen", Wienand-Verlag, Köln)


Die Schlacht fand (wie früher erwähnt) in der Gegend des heutigen Kölner Stadtteils Worringen statt, genauer gesagt auf der Fühlinger Heide. An diese Heide grenzte ebenfalls ein Moor, in der nebenstehenden Karte ebenfalls gekennzeichnet. Hier standen sich die zusammengeschlossenen Kriegsparteien gegenüber. Diese waren im Übrigen bunt zusammen gemischt , es kämpften Bauern mit Rittern und Söldnern Seite an Seite, dies galt für beide Parteien. Besonders dieser Sachverhalt ist wichtig, da er die besondere Situation (den Freiheitskampf/der Machtanspruch) kennzeichnet und den Charakter der Gemeinsamkeit unter den Männern unterstreicht.

Der Schlachtverlauf war zunächst eindeutig positiv für die Kämpfer um den Kölner Erzbischof. Viele Bauern mußten ihr Leben lassen, was auch darauf zurück zuführen ist, daß diese natürlich schlechter ausgerüstet waren als die Ritter. Die Bauern kämpften nur mit den in der Landwirtschaft üblichen Werkzeugen, wie Dreschflegel, Mistgaben oder eventuell auch Knüppeln. Dann aber wurde der Erzbischof, der in einem sicheren Streitwagen an der Schlacht teilnahm, gefangen genommen, und das Kriegsglück wendete sich zu Gunsten der Gegner des Kirchenfürsten.

Am Ende der Schlacht, die vom Morgen bis in den frühen Abend andauerte, konnten die Kölner Bürger mit ihren Verbündeten schließlich den Sieg davon tragen.


Ölgemälde, "Schlacht bei Worringen 1288" von Peter Janssen, 1893
(Rathaus Düsseldorf, Jan-Wellem-Saal)

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