Schluß

Bei der Bearbeitung dieses Themas haben wir feststellen müssen, daß der Bereich der "Regional-Legende" die geschichtlichen Tatsachen verschleiert oder komplett mißachtet. Ein Grund hierfür dürfte die Stadterhebung gewesen sein: Die zurückgekehrten Männer wurden sicherlich überschwenglich gefeiert. Seitdem haben sich diese Ereignisse von Generation zu Generation immer in den Nacherzählungen geändert. Heute sind es die "glorreichen Düsseldorfer Männer, die damals die Kölner vernichtend geschlagen haben" und der Graf von Berg, der "aus Dankbarkeit den Düsseldorfern das Stadtrecht verlieh". Bekanntermaßen tat er dies, allerdings nicht aus Dankbarkeit, sondern aus purer Berechnung, da dies bereits in der Planung seiner Stadt- und Landespolitik lag. In diesem Zusammenhang war auch dem benachbarten Ratingen schon 1276 das Stadtrecht verliehen worden. Dies sollte die weitere Entwicklung des Landes fördern und gleichzeitig den Machtbereich sichern.
In den Bereich der Regional-Legende fällt auch eine Erzählung um die Schlüssel der Kölner Stadttore: Angeblich wurden diese in einer Kiste mit in die Schlacht genommen (siehe die nebenstehende Kopie eines Holzschnitts, oben rechts). Wer die Schlacht dann gewinnen sollte, würde die Schlüssel erstreiten und somit über Köln herrschen.
Somit mussten wir uns während unserer Arbeit umorientieren was den Blickwinkel der Untersuchungen anbelangt, da die beschriebenen Aspekte dies nötig machten.
Als Schlußwort möchten wir deshalb ein Zitat von Herrn Dr. Trottmann anführen, das am Besten die heutige Meinung über die Schlacht bei Worringen und Düsseldorf widerspiegelt:
"WER GROß IST, WAR SCHON IMMER GROß"