Auf den Spuren Konrad Adenauers

Gedenktafel zum deutsch-französischem Freundschaftsvertrag
Gedenktafel zum deutsch-französischem Freundschaftsvertrag
Datum:
18. Dez. 2019
Von:
Maximilian Ludwig, Q2

Am 20. September hatten wir, die LK Geschichte und Französisch der Jahrgangsstufe 12, die Möglichkeit, Konrad Adenauers Privatanwesen, das er ab seiner Zeit als Kanzler bewohnte, und die daran gebundene Stiftung Konrad-Adenauer-Haus in Rhöndorf in der Nähe von Bonn zu besuchen. Wir begaben uns morgens mit dem Zug nach Bad Honnef und konnten Eindrücke von Adenauers Leben als Kanzler, aber auch als Mensch gewinnen und den Mann, der Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufbaute und in die Weltgemeinschaft einordnete, kennenlernen. Ein Kunstliebhaber, der Gemälde jeder Art in fast jedes Zimmer zu hängen wusste und so geizig war, dass seine Tochter die Möbelstücke nicht mal mehr dem Flohmarkt übergeben wollte. Aber gewiss war ihm 1937 ein Eigenheim eine große Investition wert. Ein Haus von zwei Etagen, mit Garten auf verschiedenen Plateaus, einem eigenen  Weinkeller, einem Arbeitszimmer in Form eines Penthouse-Pavillons und einem Boule-Spielfeld, das auch bei Dunkelheit mit extra angebrachten Scheinwerfern bespielbar war. All das komplettiert von einem weiten Blick über die Stadt und den Rhein. 
Nach Adenauers Tod 1967 übergab seine Familie das Anwesen der Bundesrepublik Deutschland, weshalb später ein Museum in unmittelbarer Nähe zu seinem Haus errichtet wurde. Dort wird man der Bedeutung Adenauers Handelns und Politik gewahr. So war er entscheidend sowohl für Frieden und Einigkeit in Europa als auch den Wohlstand, der heute auf unserem Kontinent und in Deutschland herrscht. Auch wurde während seiner Regierungszeit der Grundstein für die intensive Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland gelegt, aus der sich eine Art Männerfreundschaft zwischen ihm und Charles de Gaulle, dem damaligen Präsidenten Frankreichs, entwickelte. An die Verdienste der beiden Politiker um die deutsch-französische Aussöhnung wird auch durch eine Eisenstatue, die beide abbildet, erinnert.