Premiere gelungen: Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ setzte ein starkes Zeichen für Debattenkultur


Am Mittwoch und Donnerstag, dem 28. und 29. Januar, fand an unserem St.-Ursula-Gymnasium erstmals der schulinterne Wettbewerb von „Jugend debattiert“ statt. Zwei Tage lang drehte sich alles um die besten Argumente und die Kunst des fairen Streitgesprächs.
„Jugend debattiert“ ist ein bundesweiter Wettbewerb, der Schülerinnen und Schüler dazu ermutigt, gesellschaftlich relevante Fragen sachlich und respektvoll miteinander zu diskutieren. Bewertet wird dabei nach den Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Die Debatten folgen einem klaren Aufbau: Jeweils zwei Debattierende stehen auf der Pro-Seite, zwei auf der Contra-Seite. In Eröffnungsrunde, freier Aussprache und Schlussstatement wird eine Streitfrage aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. So entsteht ein Format, das während der Debatte konzentriertes Zuhören, aufeinander Eingehen und präzises Argumentieren verlangt.
Hinter den Debatten steht zudem ein enormer persönlicher Einsatz vieler Teilnehmender. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler investierten zu Hause viele Stunden in Recherche, Argumentationsaufbau und Probedebatten. Die intensive Vorbereitung zeigte sich in der hohen inhaltlichen Qualität der Beiträge.
Starker Auftakt: 28 Debattierende kämpfen um die Finalplätze
Am Mittwoch (28.01.) startete der Qualifikationstag. In der Altersgruppe I (8.-10. Klasse) debattierten 16 Schülerinnen und Schüler, die sich zuvor in ihren Klassenwettbewerben durchgesetzt hatten. Bemerkenswert: Dabei bekamen die Teilnehmenden zwar 10 Tage vor dem Wettbewerbstag die drei Wettbewerbsthemen, erfuhren aber erst am Morgen, auf welcher Position (Pro oder Contra) und mit wem sie welche Streitfrage debattieren – und das Ganze nach den Klassenwettbewerben erstmals materialfrei, also vollständig ohne mitgebrachte Notizen. Nach einer ca. 90-Minütigen Vorbereitungszeit ging es dann in die erste Runde. Hier lautete die Streitfrage: „Sollen Schülerinnen und Schüler ihre Schule selber putzen?“
In der Rückrunde präsentierten die Debattierenden sich jeweils vor einer neuen Jury und bekamen neben veränderten Positionen auch neue Teampartner zugelost. So wurde in der Rückrunde die folgende Frage debattiert: „Soll das Wahlalter zur Bundestagswahl auf sieben Jahre gesenkt werden?“
Nach inhaltlich anspruchsvollen, spannenden und teils sehr engen Debatten standen die vier Finalisten fest: Paula (9b), Rafael (10a), Lucio (10b) und Sarina (10c) bekamen von den Jurys in der Qualifikationsrunde der Altersgruppe I die höchsten Punktzahlen und belegten somit die ersten vier Plätze.
Für die Altersgruppe II (EF und Q1) qualifizierten sich über die Sozialwissenschaften-Kurse zwölf Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Hier wurde in der ersten Qualifikationsrunde zunächst die Frage verhandelt: „Sollen schriftliche Prüfungen für den Schulabschluss am Computer geschrieben werden?“ Die beiden stärksten Debattierenden jeder Debatte erreichten das Halbfinale, das durch die beiden punktbesten Dritten ergänzt wurde. Auch hier ergaben sich so neue Konstellationen, die in den zwei Halbfinals die Frage debattierten: „Soll ein elternunabhängiges BAföG für alle Studierenden eingeführt werden?“
Als Finalisten setzten sich schließlich Greta (EF), Robin (Q1), Konrad (Q1) und Frederic (Q1) durch.

