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Integration und Flüchtlingshilfe

Mit der Aufnahme Geflüchteter sind zahlreiche Fragen pädagogischer, v.a. aber auch bürokratischer Natur verbunden, welche sich uns so sonst kaum stellen und die eine ganz besondere Aufmerksamkeit und Kenntnis gesetzlicher und verwaltungsmäßiger Bestimmungen erfordern. Es geht hier beispielsweise um ganz praktische Fragen der Entlastung der Kinder (etwa bei den Fremdsprachen), welche durch die Fluchterfahrung meist ohnehin schon schwer benachteiligt sind –bei gleichzeitiger Wahrung der Perspektive für einen guten Schulabschluss in Düsseldorf. Es geht auch um die Eingliederung der Kinder in den Herkunftssprachlichen Unterricht, den unsere Stadt anbietet, ebenso um Anträge für Bildung und Teilhabe, denn darauf haben die Flüchtlingskinder nicht nur ein Anrecht, sondern können zusätzliche Förderung oft auch wirklich gut gebrauchen.

Dass hier zahlreiche Formulare ausgestellt, etliche Gespräche mit den Behörden geführt, Fristen eingehalten werden müssen, versteht sich von selbst. Zugleich ist intensiver und permanenter Kontakt mit den Eltern unerlässlich; ebenso Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen bzw. deren Vernetzung untereinander, so dass pädagogische Maßnahmen und fachliche Anforderungen fein aufeinander abgestimmt werden können.

Auf die Flüchtlingsfrage wurde so reagiert, dass wir sie als eine besonderes pädagogische und fachliche Herausforderung für unsere Schule angenommen haben in dem Sinne, dass wir dazu Unterrichtseinheiten gehalten und Workshops auf Projekttagen angeboten haben – zumal das Thema ja auch immer wieder zu teils ausgesprochen emotionalen Reaktionen in den verschiedensten gesellschaftlichen und politischen Gruppierungen führt. Zusammen mit den SchülerInnen ist auch eine zeitweise recht große "Flüchtlings-AG" gegründet worden: Regelmäßig sind unter der Woche mehrere Gruppen in die Flüchtlingsunterkünfte gegangen und haben mit den geflüchteten Kindern und Jugendlichen aus aller Welt Konversation im Deutschen gemacht oder man hat einfach Karten gespielt und sich erzählt; manchmal wurden auch gemeinsam Ausflüge organisiert.


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Marcus Rasche

Flüchtlingsbeauftragter

Kürzel: Ra